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Sport: | |3. November 2011

Gleitschirmfliegen: Ein Traum wird wahr – nach dreiundvierzig Jahren

Fliegen wie ein Vogel - das geht, aber anfangs nur mit professioneller Hilfe

Das erste Mal flog ich mit einem Gleitschirm in Acapulco. Dort zog ein Schnellboot den Schirm über die Bucht am Pazifik. Das war ein echt erhebendes Gefühl – doch die Landung war ungeschickt und unsanft auf einem Strohdach am Strand.

Ganz anders nun im Salzburger Werfenweng: Hier starteten Anfänger mit dem Gleitschirm nur im Tandem, also mit einem erfahrenen “Luftschiffer”. Riesige Rucksäcke wurden mit der Gondelbahn auf den Gipfel gebracht. Dann wurde einer der drei möglichen Starthänge ausgewählt – Gegenwind sollte für einen gelungenen Start schon sein.

Sorgfältig legte der Tandemführer die vielen bunten Schnüre und Leinen und den Gleitschirm selber auf dem Rasen des Starthangs am Gipfel aus in 1.800 m über dem Meer. Rundum viel Betrieb, denn ein paar Dutzend Einzelflieger standen Schlange am steilen Starthang. Mir als “Mitflieger” wurde kurz mulmig, als ich vorbereitet wurde für den Anflug. Helm auf, Sitzgurt angepasst und ab ging es, den Steilhang hinunter. Klare Anweisung des Tandemführers: “Siehst du die Häuser dort unten im Tal? Immer darauf loslaufen bis der Gleitschirm uns trägt.” Gesagt, getan – und plötzlich schwebten wir.

Gleitschirmfliegen - ein Ganzjahressport für moderne Abenteuerer

Jetzt wurde es ruhig um uns und der Schirm trug uns über den Wald, über den nächsten Gipfel. So sicher hatte ich mir das nicht vorgestellt. Jede Aufregung war wie weggeblasen und wir schwebten durch die Lüfte – immer auf der Suche nach Thermik, also wärmeren Luftströmen nach oben. Wie der “Luftschiffer” die fand? Er suchte dunkle Stellen unter uns und schraubte den Gleitschirm im Aufwind kreisförmig nach oben. Acht Jahre Erfahrung und 4.000 Tandemflüge kann er nachweisen – das gab mir ein sicheres Gefühl in der klaren Luft über Berg und Tal.
Wie man das beschreiben kann? Stellt euch einfach ein Sofa vor, das wie an einer großen Wolke festgezurrt ist – richtig bequem schwebt man durch die Lüfte in gebührendem Abstand von den anderen Gleitschirmen, die unglaublich geschickt aneinander vorbeigleiten.

Gut gelandet nach einer angenehmen Flugreise

Unsere Fahrt dauerte eine gute Viertelstunde und endete auf der vorbestimmten Wiese im Tal. Der Tandemführer fragte nach, ob ein paar stürmische Runden kurz vor dem Ende genehm seien – Zustimmung – und so drehte er einige schnelle Kreise, bei denen wir und der Gleitschirm waagrecht in der Luft hingen. Dann kam das Kommando “Beine hoch” und das Tandempaar rutschte sicher auf dem Allerwertesten über die Wiese – wie Kinder mit dem Zipfelbob.

Halt – einen Gag leistete sich Tandemführer Tim noch in der Luft: Auf halber Strecke fuhr er an einem Teleskopstab seine Kamera aus und schoß so Fotos und sogar ein Video vom Tandempaar – eine Disc gab es dann zum Herzeigen für daheim und als schöne Erinnerung an einen Flug wie ein Vogel.

Und wie empfand ich das Danach? Zurück zuhause kam ein Brief des gastgebenden “Tannenhof” aus St. Johann im Pongau, Alpines Lifestyle Hotel ****Superior: “Wir verwöhnen Körper, Geist und Seele. Wunderbare Zeit bei uns im Tannenhof. Hoffentlich konnten Sie sich bei uns gut erholen, ausreichend Vitalität für den Alltag mitnehmen und Augenblicke voller Genuss und Geborgenheit erleben.” Wie wahr, wie wahr – nicht nur wegen der exzellenten Küche, Gleitschirmfliegen inklusive (info@hotel-tannenhof.at).

Und: Man/frau muß keineswegs in die Ferne schweifen, um Adrenalin im Blut zu spüren
oder den Zusammenhalt in einem Team zu erfahren. Die Start-Up Freizeitagentur “Salzburg Adventures” schafft das locker auch hierzulande – einzeln, in Gruppen, als Geschenk oder Incentive (Telefon 0043-650-9933636, office@salzburgadventures.com).

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