Ralf Ruschewitz | 28. Juni 2010

BMW International Open 2010: Randnotizen - morgen mehr

Unser Autor Ralf Ruschewitz hatte keinen Hitzschlag, als er seine globale Vision aufschrieb - an diesem grossen Finaltag der BMW International Open in München Eichenried: Dort zwei englische Überraschungssieger, in Südafrika eine deftige Niederlage der Engländer durch Deutschland (4:1)  und im fernen Toronto keine Zeit für ein wünschbares Matchplay zweier Weltligaspieler. Egon Stengl, Herausgeber

US-Präsident Eisenhower wusste schon ganz genau, warum er sein Putting-Green direkt hinterm Weißen Haus erbauen ließ.  Nur zu dumm, dass unsere Angie kein Golf spielt. Eine so ehrgeizige Top Playerin, dazu als Physikerin durchaus mit den Gesetzen der Schwerkraft, Beschleunigung, und Luftverdrängung vertraut. Sie würde dem mäßigen Golfer Barack Obama schon zeigen, wo der Hammer hängt. Sie würde nach einem gelungenen Drive sagen:“Ich schlage zwar nicht weit, aber gerade! Warum sollte ich mit meinen Kräften nicht gut haushalten?“
Barack Obama, der 100 Meter weiter - allerdings im tiefen Rough - liegt würde antworten: „Ich bin viel näher am Ziel als Du, ich komm da schon irgendwie heraus! Du musst auch mal was riskieren!“
Angie schlägt ein Rescue aufs Grün
Angie:“Schau Dir den Horst und die Bayern an, und dann sieh Dir Detroit an!“
Barack kommt nach zwei verzweifelten Versuchen nicht aus dem Rough und legt schließlich besser. Genervt schlägt er ein Eisen 7 womit er zu kurz bleibt. Sauer feuert er sein Eisen ins Bag.
Angie wartet unterdessen gut gelaunt auf dem Grün. „Calm down Barrack!“ Es ist doch nur ein Spiel.
Barrack chippt weit hinter die Fahne und ist immer noch dran.
Barrack:“I know I Know I know…” Endlich, ein halbwegs gelungener Putt.
Angie: „Du darfst nicht nur auf die Tipps der anderen hören und das ganze Virtuelle kannst du eh vergessen. Halte den Ball flach, erst recht bei Gegenwind!“
Angie locht ein zum Birdie.
Danach gehen beide gemeinsam in die Konferenz. Angie schickt Barack per Handy eine Mail: „Jahrzehntelang waren die USA führende Golfnation doch mittlerweile gewinnen die Europäer immer häufiger den Ryder Cup. Auf der Weltrangliste stehen fünf Europäer unter den Top Ten und letzte Woche gewinnt der Europäer Graeme McDowell sogar eure US OPEN!“
Barack: “Ach das heißt doch gar nichts Angie!“
Angie drückt wieder auf Senden: „Und wenn man sich die LPGA-Tour anschaut, erkennt man eine weitere Entwicklung, die sich auch in der Weltwirtschaft abzeichnet. China, Indien, Korea und weitere asiatische Länder bringen die besten Spielerinnen hervor. Wir müssen uns warm anziehen in Zukunft“
Wie würde Barack Obama sich in dieser Konferenz gegenüber unserer Angie verhalten, nach diesem Vorspiel? Genau, darum muß Angie endlich Golfen lernen! Dann wird es auch etwas mit dem Ryder Cup in Deutschland.

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