Ralf Ruschewitz | 29. Juni 2010

Ein tolles Ergebnis spielte Alex Cejka auf der 22. BMW International Open 2010 in Eichenried. Geteilter Dritter mit 272 Schlägen und 16 unter Par. Dabei wäre  noch deutlich mehr für den ehemaligen Münchner drin gewesen. Cejka hat mit seiner neuen Schwungtechnik, bei der er im Rückschwung sein Gewicht auf das linke(!) Bein verlagert offensichtlich viel Erfolg. Seine Drives waren sehr präzise und weit, noch besser waren nur seine Eisen ins Grün. Wäre da nicht das Putten. Auf der 12 landet sein Abschlag nur 1,80 m neben der Fahne - aber Cejka schiebt den Putt vorbei. Auf der 13  landet er in Regulation nur noch  1,40 m neben der Fahne und schiebt wieder knapp neben das Loch. Auf der 14, einem langen Par 4, landet sein Ball 1,30 m neben der Fahne und schon wieder kann er das Birdie nicht machen. Hätte - wenn - wären diese Putts alle hinein gegangen, hätte Alex Cejka die Open gewonnen! Oder hätte er das Holz 5 auf Bahn 18 in der Hand behalten und geschlagen, ja dann hätte er wenigstens geteilter Zweiter werden können. So wurde es „nur“ ein Par und der geteilte 3. Platz (fünf Spieler).
Eine hervorragende Leistung - nur fragt man sich schon mal: Was hat es mit dem vierten Tag bei Cejka auf sich? Was passiert mental bei ihm in der vierten Runde? Diesmal hat es keinen großen Schaden angerichtet, aber wieso kommt es immer wieder? Egal, auch wenn es dieses Mal - anders als in Pebble Beach mit Martin Kaymer - nur ein Deutscher in die Top Ten geschafft hat - Alex Cejka. Wenn der Ball größer, der Platz kleiner und das Ziel hundertmal größer ist, dann sind “wir” fast unschlagbar … und darüber freute sich auch unser bester Golfer auf der BMW International Open 2010.

Münchner Merkur, 28. Juni 2010

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